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Erkrankungen des Hundes durch Zecken
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Borreliose
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Sieben Arten von Zecken können den Hund
befallen. Mit steigenden Temperaturen ab März können sich unsere
Vierbeiner die Zecken im Unterholz, auf Wiesen, in feucht-
schattigen Gebieten und in Laub- und Mischwäldern sozusagen abholen.
Die Blutsauger lassen sich auf vorbeistreifende Wirte fallen, indem
sie deren Geruch orten und suchen sich wenig behaarte Körperpartien
wo sie sich dann mit ihrem Beißwerkzeug festhalten, (z.B.
Schenkelinnenseite).
Die Saison geht von März bis Oktober, mit
Hochzeiten im Mai/Juni und August/September. Am häufigsten kommt bei
und der gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) vor, 10 – 30 % dieser Art
übertragen beim Blutsaugen durch den Zeckenspeichel die Bakterien
Borrelia burgdorferi, welche Borreliose verursachen.
Die Zecken fressen nur in der warmen Jahreszeit
und durchlaufen in 1, 5 Jahren die Entwicklungsstadien: Ei – Larve –
Nymphe – Zecke. Die Larven saugen von Nagern, Nymphen von Reh, Igeln
und Vögeln und die Zecken ernähren sich nach dem biss in die Haut
vom blut der Katzen, Hunde, Pferde und Menschen. Für eine
Entwicklungsstufe benötigen sie eine Blutmahlzeit.
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12 – 24 stunden nach dem Biss können die
Borrellien übertragen werden. Daher sollte man seine Tiere und sich
direkt nach dem Spaziergang nach Zecken untersuchen und diese sofort
mit geeigneter Zeckenzange entfernen. Dabei die Zecke an dem
Mundwerkzeug von unten aus der Haut hebeln bzw. in die gleiche
Richtung drehen, bis sie loslässt. Die Zecke nicht mit Öl beträufeln
oder den Zeckenleib quetschen, es würde zum plötzlichen Entleeren
der Zecke in das Gewebe des Tieres führen und somit in dessen
Blutbahn. Die Bissstelle sollte längere Zeit auf entzündliche
Reaktionen beobachtet werden. Leichtes Anschwellen und Jucken kann
mit homöopathischen und anderen Naturheilmitteln abgeschaltet
werden. Wenn auch durch das sofortige Entfernen der Zecke die
Übertragungsgefahr von Borrellien minimiert wird, ist es wichtig als
Tierbesitzer die Symptome zu kennen. Dazu gehören Fieber, Lahmheiten
verursacht durch Gelenksentzündungen an wechselnden Beinen,
Mattigkeit, Nervenentzündungen mit Lähmungserscheinungen,
Hautveränderungen und Herz- und Nierenerkrankungen. Die
Inkubationszeit beträgt Wochen bis Monate, was zur Folge hat, dass
man einen Zeckenbiss im August nicht für die Symptome im Januar
verantwortlich macht, da der Biss in den Hintergrund geraten ist.
Die Symptome sind leider nicht eindeutig und eine sichere Diagnose
gibt es nicht. Bei frühzeitiger Erkennung kann eine langandauernde
Antibiotikatherapie oder auch zum Teil allein oder unterstützend
wirkende homöopathische Mittel helfen. Die Diagnose wird über eine
Blutuntersuchung erstellt.
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Zur Vorbeugung gibt es chemische oder
natürliche Maßnahmen. Von chemischen Spot On Präparaten sollte man
sich, seinen Kindern und in erster Linie dem Tier zuliebe Anstand
halten, denn sie wirken über die Haut z. T. wie ein Nervengift,
reizen das Gewebe und führen zu Hautirritationen. Deren chemischen
Gifte lagern sich ins Bindegewebe des Tieres ein.Um bei Zecken
überhaupt Wirkung zu zeigen, müssen diese Präparate alle 4 Wochen in
das Fell des Tieres gegeben werden und das von März bis Oktober. Bei
empfindlichen Tieren kann diese Dauer und Häufigkeit der zugeführten
Gifte zu einer Belastung für den gesamten Organismus werden, wenn
der Körper mit der Ausscheidung der entstandenen Gifte nicht mehr
fertig wird. Dies ist oft der Fall, wenn das Tier zusätzlich noch
andere synthetisierte Stoffe z. B. über nicht natürliches Futter
oder Umweltgifte aufnimmt. Zu empfehlen sind diese Spot- On
Präparate daher nicht.
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Mittlerweile gibt es mehr und mehr gute
Alternativen auf natürlicher Basis, ohne jegliche Nebenwirkungen. (cd-vet,
Natura-vet, Formel Z, Ani- Fit). Sie vermindern den Zeckenbefall
sehr effektiv, aber einen vollständigen Schutz gibt es nicht.
Allerdings ist die Beste Vorsorge gegen
jegliche Art von Ekto- und Endoparasiten ein gesunder,
wiederstandfähiger und damit relativ geruchsloser Hautstoffwechsel.
Den erreicht man nur, indem das Tier absolut frei von chemisch und
synthetisch hergestelltem Futtermitteln ernährt wird. (Nähere
Erläuterung siehe Fütterung Hund). Ein Tier mit gesunder Haut hat
keine angenehme Wirkung auf Zecken, ein fettiges, juckendes oder
stark schuppendes Fell dagegen schon, was zeigt, dass das Tier
giftstoffbelastet ist. Nach einer Entgiftungskur mit Darmsanierung
und Futterumstellung ist das Problem meist gelöst.
Eine Impfung gegen einen Teilschutz von
Borrelliose ist möglich, da der Impfstoff in den USA entwickelt
wurde und nicht der Zeckensituation in Deutschland entspricht und
keinen 100%tigen Schutz bietet, ist sie fraglich. Bei bereits mit
Borrellien in Kontakt gekommenen Tieren, die noch nicht erkrankt
sind, sind Impfschäden möglich. Wenn doch geimpft werden soll,
unbedingt vor der Zeckensaison und nur, wenn das Tier gesund ist.
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Allgemeine homöopathische Mittel bei
Zeckenbissbehandlung:
Apis D4 oder D30 (ödematöse Schwellungen, heiß
und hellrot)
Ledum D4 (infiziert, schmerzhaft, verhärtet)
Staphisagria D6 oder D30 (schmerzempfindlich,
Juckreiz, aber Kratzen verschlimmert, verhärtet)
Äußerlich: Hypericum - Öl
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